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Informationen zu Corona-Hilfen

Die Förderprogramme für Unternehmen zur Bewältigung der Corona-Krise gehen in die nächste Runde. Für die Monate September bis Dezember 2020 hat die Politik die Überbrückungshilfe II auf den Weg gebracht. Für den Zeitraum von Januar bis Juni 2021 soll in Kürze die Überbrückungshilfe III starten. Für Unternehmen, Selbständige und Einrichtungen, die aufgrund des erneuten „Lockdowns“ im November 2020 ihren Geschäftsbetrieb weitgehend einstellen mussten, kommt zudem die Beantragung der November- und Dezemberhilfen in Betracht. Hierzu ein paar kurze Informationen:

 

Überbrückungshilfe II

Bei der Überbrückungshilfe II gewährt der Staat den Unternehmen Zuschüsse zu ihren laufenden Fixkosten für den Zeitraum von September – Dezember 2020. 

Die Voraussetzungen für die Beantragung der Überbrückungshilfe II sind im Vergleich zur Überbrückungshilfe I etwas erleichtert worden. Bei der Überbrückungshilfe I war noch Voraussetzung für eine Förderung, dass die Umsätze in den Monaten April und Mai 2020 im Vergleich zum Vorjahr um mindestens 60% zurückgegangen sind. Für die Überbrückungshilfe II kommt es nun auf die Umsätze von April bis einschließlich August 2020 an. Dabei ist es ausreichend, wenn eine der beiden folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

  • Die Umsätze von April - August 2020 sind mindestens 30% niedriger als die Umsätze von April - August 2019 oder
  • Die Umsätze von zwei aufeinanderfolgenden Monaten im Zeitraum April - August 2020 sind mindestens um 50% niedriger als im Vorjahr.

Die Zuschüsse werden leider nur für ungedeckte Fixkosten gezahlt. Dies bedeutet, dass den Unternehmen auch ein Verlust in entsprechender Höhe entstanden sein muss. Die Fixkosten dürfen also nicht durch Einnahmen gedeckt sein.

Die Anträge auf Überbrückungshilfe II können noch bis zum 31.03.2021 gestellt werden.

 

Überbrückungshilfe III

Bei der Überbrückungshilfe III werden ebenfalls Zuschüsse zu den laufenden Fixkosten gewährt. Förderzeitraum sind grundsätzlich die Monate Januar bis Juni 2021, in bestimmten Fällen kann der Zuschuss aber auch für die Monate November und Dezember 2020 gewährt werden.

Die Voraussetzungen für die Beantragung der Überbrückungshilfe III sollen nach den Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums im Vergleich zur Überbrückungshilfe II noch einmal herabgesetzt werden. So soll nun für eine Förderung schon ausreichend sein, wenn man in dem jeweiligen Fördermonat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30% aufweist. Darüber hinaus sollen als förderungsfähige Fixkosten nun Wertverluste für unverkäufliche oder saisonale Waren geltend gemacht werden können.

Auch hier ist zu erwarten, dass die Zuschüsse nur für ungedeckte Fixkosten gezahlt werden (s. oben). Die genauen Voraussetzungen für die Beantragung der Überbrückungshilfe III liegen noch nicht vor, hierzu werden in Kürze weitere Informationen erwartet.

Die Anträge auf Überbrückungshilfe III können voraussichtlich erst ab März 2021 gestellt werden.

 

November- und Dezemberhilfe

Für die Monate November und Dezember 2020 gibt es für bestimmte Unternehmen die Möglichkeit einen Antrag auf außerordentliche Wirtschaftshilfen zu stellen. Ein Anspruch auf die Hilfe besteht allerdings nur für solche Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb aufgrund des erneuten Lockdowns schon im November 2020 weitgehend einstellen müssen (Gastronomie, Kosmetikstudios, Hotels, Kunst- und Kulturbranche etc.). Hier ist eine Förderung in Höhe von 75% des Umsatzes des Vorjahres vorgesehen. Die Anträge können noch bis zum 30.04.2021 gestellt werden.